314
Schweſter war. Madame Teverino erſchien allzu dun⸗ kel von Farbe, um Eſthers und Falkenſterns Tochter ſeyn zu können, und als ich noch dazu von James, welcher zur Zeit noch lebte und ein alter Pflanzer war, den Nachweis erhielt, daß Eſther's Tochter an einen ganz andern Käufer, als an den meiner Schweſter gekommen war, wurde meine Ueberzeugung zur völ⸗ ligen Gewißheit.
„James erzählte zugleich, daß Nanny mit ihrem Kinde und Eſther an eine und dieſelbe Perſon ver⸗ kauft worden ſeien. Was inzwiſchen das Verhältniß wieder verwickelter machte, war Nanny's Tod, ſo wie der Umſtand, daß Jvana allgemein für Eſther's Toch⸗ ter angeſehen wurde. Es hielt ſomit ſchwer, geſetzlich zu beweiſen, weſſen Kind Jvana eigentlich war, wo⸗ fern es nicht gelang, Eſther ſelbſt wieder außzufinden.
„Es würde ihr indeſſen ſchwerlich gelungen ſeyn, ihre Betrügerei auszuführen, wenn nicht James ge⸗ ſtorben wäre. Er war der Einzige, welcher über die Verhältniſſe Aufklärung geben konnte, und durch deſſen Hingang die Nochforſchungen erſchwert wurden. Dazu kam, daß der Sohn von Mrs. Smith, welcher Madame Teverino's Agent war und den Auftrag hatte, mich während meines Verweilens in London zu beobachten und wo möglich unſchädlich zu machen, meinen Nachforſchungen wirklich auf einige Zeit ein Ziel zu ſetzen wußte.
„Gerade als ich Eſther's Spur aufgefunden zu haben glaubte und ſogar von Mrs. Ewert mir bereits Kunde verſchafft hatte, geſchah es, daß ein Mann, welcher mir unbekannt geweſen, aber bisher oft in den Weg gekommen war, in demſelben Omnibus mit mir Platz nahm. Als er ſeine Börſe ziehen wollte, fehlte ſie ihm. Er machte großen Lärm. Sämmtliche


