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Madame Teverino blieb an dem Fenſter ſitzen. Ihr Ausſehen war düſter, ihr Blick haftete an der Thür, welche ſie von ihrer Tochter trennte, und ſie ſprach bei ſich:
„So nahe dem Ziele, und wieder von demſelben hinweggeriſſen zu werden. Nein, dieſe Reiſe wird nicht
ſtattfinden, und ſollte ich Amy den Dolch in ihrer Her⸗
zenswunde umdrehen, irgend eine Geſchichte, wodurch ihre Eiferſucht gereizt wird, erdichten, zuſammenlügen müſſen, um ſie zum Bleiben zu beſtimmen.
Madame Teverino ſtützte den Kopf in die Hand und verfank in Gedanken. Endlich ſtand ſie auf und flüſterte:
„Was wage ich eigentlich? Richts; aber ich kann Alles gewinnen. Gelingt es mir, ſo wird mein Reich⸗ thum mich über alle Vergangenheit erheben; mißlingt es„ nun wohl, dann iſt die Welt groß genug für uns, ſo daß wir nicht mehr in dieſes Land zurückkeh⸗ ren brauchen.“
Sie wollte eben ihre Rollgardine herunterlaſſen
und ſich zur Ruhe begeben, als ſie Gurli über den
Hof und die Allee hinunter eilen ſah.
Etwas erſtaunt, ihre Wirthin noch um dieſe Stunde außer dem Hauſe zu finden, ſchaute ſie der⸗ ſelben nach, wurde aber von einer wilden Freude er⸗ griffen, als ſie bald darauf eine männliche Geſtalt gewahrte, welche aus dem rechten Flügel trat und denſelben Weg wie Gurli einſchlug. Sie erkannte Stephan.
„Dieß war das Schickſal mir ſchuldig,“ murmelte Madame Teverino, und ihre ſchwarzen Augen funkel⸗ ten.„Jetzt möchte ich wiſſen, wer Amy von hier eher ſortbringen ſoll, als ich es will.— O, Herr Braun, Sie haben alſo meine Behauptung, Sie ſeien in Ihre
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