Verzweiflung an den Schatten ihrer Mutter richtete, eine Antwort gegeben.
Darauf war er wieder zurückgetreten, um in eini⸗ gem Abſtande und unbemerkt von Gurli darüber zu wachen, daß ſie ohne Abenteuer wieder nach Hauſe gelangte.
Eine gute halbe Stunde, nachdem Gurli in ihr Zimmer getreten war, ging auch Stephan über den
Hof und nach dem Flügel, wo er wohnte, ohne daß Gurli von dem Entſchluße Stephans, ihr bis hieher zu folgen, eine Ahnung gehabt hatte.
Amy Teverino hatte an demſelben Abend ihrer. erklärt, daß ſie am folgenden Tage abreiſen müßte.
Da Madame Teverino darauf nicht eingehen wollte, hatte Amy beftig ausgerufen:
„Ich habe Braun verſprochen, von hier abzu⸗ ziehen; er hat es von mir verlangt, und wenn Mama mich nicht begleiten will, ſo gehe ich allein fort.“
„Ah ſo, er hat es verlangt,“ bemerkte Madame Teverino,„und Du gehorchſt ihm, wie ein Sclave ſeinem Herrn.“
„Ja, ſein Wort iſt mir Geſetz. Ich hänge an ihm mit Dankbarkeit, Bewunderung und— Liebe. Ich möchte ein Engel werden können, um einen Blick der Billigung aus ſeinem Auge zu verdienen, und nun, nun haſt Du, Mutter, mich beinahe in ginen Dämon verwandelt. Ich erröthe über mich ſelbſt, wenn ich ſeinem Blicke begegne, und wäre verſucht, die zu verachten und zu verabſcheuen, welche die böſen Gedanken in meiner Seele erw ecken. Alſo, wir reiſen morgen; ich will es und nun— gute Nacht.“
Amy verließ ihre Mutter und ſchloß ſich in ihrem
Schlafzimmer ein.


