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„Es freut mich, daß Du ſo dentſt,“ antwortete Allon und fah ſeinen Couſin mit einem Blick an, der nur zu viel von der Feindſchaft errieth, welche zwiſchen ihnen in den Kinderjahren geherrſcht hatte.
„Ich weiß, daß Du immerdar auf mein Urtheil einigen Werth gelegt haſt,“ ſetzte Stephan lächelnd
hinzu.
Er entfernte ſich einige Schritte von Allon, drehte ſich aber wieder um und ſagte:
„Ach, ich hätte beinahe vergeſſen, dich von Grün⸗ lund zu grüßen. Ich brachte ein paar Stunden bei dem Comminiſter zu, und er erzählte mir, er habe während der Zeit, da ihr nicht hier geweſen, eine ſehr angenehme Bekanntſchaft an Madame Teyerino ge⸗ macht. Er wunderte ſich darüber, daß er dich ſo lang nicht bei ſich geſehen, und ſchien beunruhigt deßhalb, daß Du ihn ſo ganz vergeſſen habeſt.“
Stephan warf, indem er dieß ſagte, Allon einen langen, ganz beſondern Blick zu, drehte ſich auf dem Abſatz herum und näherte ſich Amy.
„Ich hoffe, daß Ihr plötzliches Unwohlſein vor⸗ über iſt,“ äußerte er in artigem Ton,„und daß Sie ſich jetzt vollkommen wohl beſinden.“
„Ja, mein Herr,“ antwortete ſie, ohne das Auge zu erheben.
„Das freut mich,“ fuhr Stephan fort,„aber es ſollte Sie lehren, der Vorſchrift des Arztes, welcher Ihnen das Singen verboten hat, nicht Trotz zu bieten. Welche Unbeſonnenheit, ſeinen Rath zu vergeſſen!“
„Iſt der Signora das Singen verboten?“ fiel der Kammerjunker F. ein, von Allon's Freunden einer, welcher ſich gern das Anſehen geben wollte, als wäre er in die ausländiſche Sängerin heftig verliebt.
„Die Frage wurde direkt an Amy geſtellt.


