Teil eines Werkes 
Der Rechte : Erzählung : 3. Band (1864)
Entstehung
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Stephan ſah dieſelbe an, als wäre er ebenſo bei der Antwort intereſſirt, wie der Kammerjunker. Es iſt mir wirklich das Singen auf einige Zeit verboten worden, entgegnete Amy nach einem augen⸗ blicklichen Zögern.

Und Sie haben es dennoch gethan? Ach, mein Gott, welche Unvorſichtigkeit! brach der Kammerjunker aus und gerieth in förmliche Eytaſe aus purem Schrecken über Amy's Unwohlſeyn, die Gefahr, welche ihre Stimme, ihr Leben u. ſ. w. be⸗ rohte.

Stephan ergötzte ſich augenſcheinlich an der De⸗ klamation des jungen Mannes, und zwar in ebenſo en Grade, als Amy dadurch gequält zu werden

ien.

Endlich ſchnitt ſie dieſelbe mit den Worten ab:

Ich verſichere Sie, mein Herr, daß ich nicht mehr ſingen werde, ſo lang es mir verboten iſt. Amy erhob ſich von ihrem Platz. Stephan folgte ihrem Beiſpiel.

Signora, Sie bedürfen ein wenig der friſchen Luft, ſagte er.Wollen Sie nicht in meiner Geſell⸗ ſchaft die Veränderung auf der Terraſſe betrachten? Belieben Sie meinen Arm zu nehmen.

Schweigend nahm Amy denſelben. Sie ſchien zu frieren und hüllte ſich dichter in die Mantille. Ein leichtes Zittern ging durch ihre Glieder.

Sie ſtanden nun auf der Terraſſe.

Stephan ließ ihren Arm los, warf einen Blick um ſich und äußerte:

Sie wollen mich alſo zum Feinde haben?

Amy ſetzte ſich mit einer Geberde der Ermüdung,

als ob ſie ſich nicht aufrecht zu halten vermöchte.

Sie haben erreicht, was Sie wünſchten; doch,