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bedeckten Wangen erbleichten, die über die Taſten ei⸗ lenden Finger hielten ſtill.
Unter der Thüre, die Augen auf ſie geheftet, ſtand Stephan.
Er ſah aus wie der Engel der Gerechtigkeit mit dem gezückten Schwerte.
Amy fuhr vom Inſtrumente auf, ſtrich ſich mit der Hand über die Stirne und ſtammelte Etwas von plötzlichem Unwohlſeyn. 3
Man eilte herbei. Allon warf einen Blick in den Saal hinaus, aber Niemand war zu ſehen.
Stephan war wieder verſchwunden, ohne daß Jemand außer Amy und Gurli ihn bemerkt hatte.
Nachdem man von Rechts und Links mit Waſſer, Riechſalz und Fau-de Cologne herbeigekommeu war, erholte ſich Amy wieder. Sie fühlte ſich beſſer, aber dennoch war es ihr unmöglich, wieder zu ſingen.
Eine halbe Stunde hernach trat Stephan ein und begrüßte die übrige Geſellſchaft.
Nachdem er einige ſcherzhafte Worte gegen Gurli geäußert, ſich nach dem Befinden ſeiner Mutter er⸗ kundigt und ſeine Verwunderung darüber zu erkennen gegeben hatte, daß unter ſo vielen muſikaliſchen Per⸗ ſonen ſich nicht eine befand, welche der Geſellſchaft Ctwas vorſpielte, näherte er ſich Allon, welcher in düſterer Stimmung an einem Fenſter ſtand und hin⸗ ausſchaute.
„Als ich vorhin hier anlangte, hätte ich Birgers⸗ borg beinahe nicht wieder erkannt, ſo verändert kam es mir vor,“ ſagte Stephan.„Ich war ganz erſtaunt über die Eilfertigkett, womit Du den Wünſchen dei⸗ ner Frau entgegenkamſt, indem Du die alten Bäume auf der Terraſſe niederhauen ließeſt. Man kann wahr⸗ haſtig kein liebenswürdigerer Ehegatte ſeyn.“


