Teil eines Werkes 
Der Rechte : Erzählung : 3. Band (1864)
Entstehung
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für mich hat? Es bleibt jetzt nur noch übrig, daß Sie Ihr Verſprechen gegen mich einlöſen.

Und Ihre Frau? ſtammelte Amy, welche mit innerlichem Schrecken an Stephan dachte. Allon zuckte leicht die Achſeln und ſagte gleich⸗ giltig:

Sie iſt meine Frau und muß ſich ſomit in dus fügen, was ich zu thun für gut finde. Laſſen Sie uns nicht von ihr reden, ſondern von Ihnen und Ihrem Verſprechen zu ſingen. Die heitern Töne Ihrer Stimme ſollen verkündigen, daß dieſes düſtere Ge⸗ bäude hinfort eine Behauſung der Freude ſeyn wird.

Ja, Signora, Sie dürſen ſich nicht länger wei⸗ gern, uns Ihren Geſang hören zu laſſen, ertönte eine unnatürlich helle Stimme von der Thüre des Saales.

Allon und Amy drehten ſich um.

Eurli ſtand auf der Schwelle. Sie war ſo bleich, daß ihr Antlitz beinahe wie durchſichtig erſchien; aber ſie trug ihr blondgelocktes Haupt ſo hoch, daß ſie in dieſem Augenblick größer als ſonſt ausſah.

Ihr Auge weilte nicht auf Allon, ſondern auf Amy; es erglänzte in wunderbarer Weiſe, wie der Stern erglänzt, wenn er auf den Trug und die Ried⸗ rigkeit der Erde niederſchaut.

Amy ſenkte unwillkürlich die ihrigen vor der Frau, welcher ſie in dieſen letzten Tagen ſo manchen Stich verſetzt hatte.

Burli wandte ſich in den Saal hinein, indem ſie hinzufügte:

Da kommen unſere übrigen Gäſte... Was halten die Herrſchaften von der Veränderung hier auf der Terraſſe, welche wir, mein Mann und ich, treffen ließen? Hat der Platz nicht dadurch gewonnen? Be⸗