ſingen, nur einen geiſtlichen Geſang anſtimmen könnte. Sie haben von mir weder Scherz noch Lachen ver⸗ nommen.“
„Nein, es ſieht wirklich aus, als ob die Freude ſeit Ihrer Ankunft hier von Ihnen gewichen wäre.“ „So iſt es auch, und darum muß ich fort.“
Amy's ſchwarze Augen blickten bekümmert vor ſich hin.
„Durch welches Mittel würde es wohl gelingen, die Freude in Ihre Seele zurückuführen?“ flüſterte Allon, indem er ſich neben ihr niederließ.
Eben jetzt lachte Stephan und ſchien von dem,
was Gurli ſagte, ſo lebhaft intereſſirt, daß es ausſah, als hätte er Alles außer ihr vergeſſen.
„Nennen Sie mir Etwas, das Sie beſtimmen kann, von Ihrem Vorhaben, Birgersborg zu verlaſſen und uns Ihrer Gegenwart zu berauben, wieder abzu⸗ ſtehen,“ fuhr Allon fort.„Sagen Sie mir, was Sie wünſchen.“
„Wenn ich es auch ſagte,“ antwortete Amy, deren ganzes Angeſicht bei Stephan's erhöhter Lebhaftigkeit vor Eiferſucht erglühte,—„was mehr? Sie würden, mein Herr, doch nicht den Muth haben, meinen Wunſch zu erfüllen, und weßhalb ſollten Sie es auch?“
Amy heftete ihren Blick auf Allon.
„Darum, weil ich Sie bewundere,“ flüſterte dieſer wie von einem Schwindel ergriffen und in der Hoff⸗ nung nunmehr einen für ſeine Eitelkeit ſchmeichekhaf⸗ ten Sieg zu erringen.—„Sie wiſſen, daß ich dieß von dem erſten Augenblick an, da ich den Laut Ihrer Stimme hörte, gethan habe. Wenn Sie ſingen, ver⸗ geſſe ich Alles außer Ihnen. Die Erinnerung an Ihren Geſang hat mich beſtändig begleitet und meine Seele mit der Sehnſucht, ihn immer von Neuem zu


