Teil eines Werkes 
Der Rechte : Erzählung : 2. Band (1864)
Entstehung
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Allon ging ſeines Wegs und ſchlug die Thüre heftig hinter ſich zu.

Eine Stunde hernach ſandte Gurli ihm einen Streifen Papier, worauf die Worte ſtanden:

Setze den Inſpektor davon in Kenntniß, doß Du ihn bis zum Herbſt behalteſt; es ſey aber dein Wille, daß er um dieſe Zeit von ſeinem Poſten abtrete.

Beim Leſen dieſer Zeilen ſtrahlte Allons Ange⸗ ſicht und er rief bei ſich ſelbſt:

Wenn Grünlund ſich geirrt hätte, wenn Gurli mir wirklich von ganzem Herzen ergeben wäre. Dann hätte ich ſchlecht gehandelt, daß ich meine Einladung an die Teverino's nicht widerrief.

Gurli hatte nach dem Empfang von Tante Ka⸗ tharina's Brief es ſich zur Pflicht gemacht, ihres Mannes Wünſchen entgegenzukommen.

Allon dagegen hatte Gurli auf den Weg gebracht, welchen man den der Aufopferung nennt, und es war leicht vorauszuſehen, daß er bei ſeinem ſchwachen Charakter und ſeinem für die Impulſe Grünlunds ſtets offenen Sinn nicht leicht zufrieden zu ſtellen ſeyn würde. Bei jeder neuen Nachgiebigkeit von Seiten ſeiner Frau, bei jedem Opfer, das ſie brachte, muß⸗ un bei ihm neue Wünſche, neue Forderungen auf⸗

eigen. Das, was nun zunächſt bevorſtand, war Walter's Entfernung und die Nöthigung Gurli's, die Verwal⸗ tung von Birgersborg und den Einkünften des Guts Allon zu übertragen.

Bevor dieſe Maßregeln von Gurli zugeſtanden worden, glaubte Allon volles Recht zu haben, ihre Zuneigung und Treue in Zweifel zu ziehen.

Gurli war nach der Unterredung mit Allon und