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Gurli's Wangen färbten ſich purpurroth; ihre Augen blitzten, und ſie ſagte kalt, indem ſie an das Land hüpfte:
„Dieſe Artigkeit von dir, Stephan, ſetzt mich in Erſtaunen.“
„Ein ſolches Erſtaunen überraſcht mich,“ ant⸗ wortete Stephan ſcherzend.„Mir dünkt, meine lie⸗ benswürdige Couſine, das reiche Fräulein Falkenſtern ſollte nicht darüber in Verwunderung gerathen, daß ihre armen Vetter eitel Artigkeit gegen ſie ſind.“
„Somit iſt es nicht meine Perſon, ſondern mein Reichthum, dem Du deine Aufmerkſamkeit widmeſt,“ bemerkte Gurli, ihn anſehend.
„Davon hatteſt Du ja geſtern Abend Gelegenheit dich zu überzeugen, als Du mein Geſpräch mit mei⸗ ner Mutter belauſchteſt,“ erwiederte Stephan lachend.
„Ah, nun begreife ich dein Hierſeyn,“ rief Gurli.
„Ich fürchte, dem iſt nicht ſo,“ meinte Stephan. „Damit aber kein Mißverſtändniß bei dir vorkommt, muß ich mir ausbitten, daß Du, ohnedieß wohl ent⸗ ſchloſſen, in der kleinen Fiſcherhütte hier ein wenig auszuruhen, mir einige Augenblicke vergönnſt, um dich durch eine kleine Erklärung zu zerſtreuen. Du fürchteſt doch ein téteAtéte mit mir nicht?“
„Warum ſollte ich es fürchten?“.
„Was weiß ich? Du haſt vielleicht Angſt.“
Stephan lächelte auf eine Weiſe, die einen Engel hätte reizen können; wie viel mehr Gurli, welche nicht im Mindeſten engelgleich war.
„Angſt!“ rief ſie heftig,„und warum das?“
„Du möchteſt Allons Eiferſucht erwecken und....“ Ich bitte dich, mein Couſin, mache dem Scherz ein Ende.
Gurli ging auf die Fiſcherhütte zu und trat


