Teil eines Werkes 
Der Rechte : Erzählung : 2. Band (1864)
Entstehung
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Darauf wandte ſich Gurli zu Walter und ſagte:

Ich danke Ihnen, Herr Tauſendkünſtler. Sie haben dieſes alte Neſt in eine behagliche Wohnung verwandelt. Etwas das wirklich an Zauberei grenzt. Dieſen Nachmittag wollen wir ſämmtliche Verſchöne⸗ rungen in nähern Augenſchein nehmen. Und nun zu Tiſche. Magiſter Blom, reichen Sie Tante Katha⸗ rina den Arm, und Sie, Doktor, ſind mein Kavalier.

Mit dieſen Worten nahm Gurli den Arm des Doktors und begab ſich in den Speiſeſaal, ohne die übrigen Gäſte noch einzeln zu begrüßen.

Sie hatte nicht einen Blick auf einen derſelben geworfen.

Man ſetzte ſich zu Tiſche. Tante Katharina nahm. an dem oberſten Ende Platz. Als die Suppe ſervirt war, ſagte Gurli zu Mathilde gewendet, welche ihr gerade gegenüber ſaß:

Es freut mich, Tante, daß Du gerade in Schwe⸗ den wareſt und ſo freundlich meine Einladung an⸗ nahmeſt, damit ich dich als meinen Gaſt begrüßen konnte. Es würde mir immer vorgekommen ſeyn, als ob nur die Hälfte von Stephan ſich hier eingefunden hätte, im Fall er nicht in Begleitung ſeiner Mutter erſchienen wäre.

Gurli drehte den Kopf herum und erblickte Beate von Stral.

Tante Beate befindet ſich doch wohl, hoffe ich? ſagte ſie; aber ihr Blick war nicht mehr lächelnd, ſondern umwölkt. Dann ſetzte ſie hinzu:Wie geht es Magiſter Grünlund? Man hat mir geſagt, er habe ſich zum Prediger ordiniren laſſen; iſt es wahr?

Das iſt vollkommen wahr, erwiderte Beate und fügte dann in ſanſtem Tone hinzu:Dagegen kann ich nicht ſagen, daß ich mich wohl befinde. Meine