weile ſollen wir dieſes und das nächſte Jahr uns auf Pfingſten in Birgersborg einfinden und den Sommer daſelbſt bleiben, um den Verſuch zu machen, einander lieben zu lernen.“
„Deutet dein Stiefvater auf einen von deinen beiden Couſinen vorzugsweiſe mit dem Wunſche hin, daß Du denſelben wählen mögeſt?“
„Ja, auf Stephan.“
„Welcher Widerſpruchsgeiſt beſeelte nicht dieſen Mann bis in den Tod hinein,“ bemerkte Fliſabeth. „Er mußte nothwendig zu ſeinen Lebzeiten bemerken, daß Stephan dir am wenigſten gefiel, und daß es dir ſchwer fallen würde, mit ihm auszukommen, wäh⸗ rend Allon dagegen ſehr hoch in deiner Gunſt zu ſtehen ſchien.“
„Ich glaube, daß er darauf nicht Acht gegeben hat, ſiel Gurli ein.—„Der Grund, warum er auf Stephan hinwies, liegt darin, daß er in dieſem einen Charakter zu ſehen glaubte, welcher mir die ſicherſte Bürgſchaft für mein künftiges Glück gewähren würde,“ ſab was denkſt Du ſelbſt davon?“ fragte Eli⸗ abeth.
„Ich habe in dieſem Fall noch keine Ueberzeu⸗ gung, ich kann auch kein Urtheil über meine Couſins in Bezug auf ihren Charakter fällen, weil ich noch niemals Betrachtungen darüber angeſtellt habe. Es kommt mir jedoch vor, als ob Allon derjenige wäre, welcher mir am meiſten gefällt.“
Eliſabeth ſchwieg, und der Wagen fuhr in den Hof von Birgersborg ein. In dem Augenblick, als
urli aus demſelben ſprang, bemerkte ſie noch, zu Eliſabeth gewendet:
„Ich vergaß, dir zu ſagen, daß außer Stephan und Allon noch mehre Gäſte hier ſind, und d ſie


