Teil eines Werkes 
Der Rechte : Erzählung : 2. Band (1864)
Entstehung
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Warum will Gurli an einem beſtimmten Tag in Birgersborg eintreffen?

Ganz einfach deßhalb, weil mein Stiefvater, als er mich zu ſeiner Univerſalerbin einſetzte, mir auch noch andere Bedingungen, als nur ſein Geld zu ver⸗ ſchwenden, auferlegte. Du weißt, daß ich bei Eröff⸗ nung des Teſtaments auch ein verſiegeltes Paket empfing, welches Anordnungen enthielt, von welchen ich allein ſeinem Wunſche gemäß Kenntniß nehmen ſollte. Eine derſelben lautete dahin, daß Allon, Ste⸗ phan und ich allemal an Pfingſten in Birgersborg zufammentreffen und hier drei Sommermonate mit einander verleben ſollten, bis ich in das Alter der Volljährigkeit gelangen würde. Auch ſpäter ſollten wir noch jedes Jahr auf einige Wochen hier unſeren gemeinſchaftlichen Aufenthalt nehmen, nur mit dem Unterſchied, daß ich hiefür allemal die Zeit zu be⸗ ſtimmen hätte. In wie weit eine der Tanten bei dieſen Familienzuſammenkünften Theil nehmen ſollte, das überließ er gleichfalls mir zu entſcheiden, fügte jedoch die Beſtimmung bei, daß der Verſammlungsort ſtets Birgersborg bleiben müßte. In den beſondern, an Allon und Stephan gerichteten Schriftſtücken hat er ohne Zweifel auch ihnen ſeinen Willen in dieſer Be⸗ ziehung mitgetheilt.

Eine ſeltſame Anordnung, bemerkte Eliſabeth nachdenklich.Es ſcheint auf den Wunſch hinzuweiſen, daß Du einen deiner Couſine zum Gatten wähleſt.

Du haſt Recht, Eliſabeth. Mein Stiefvater hat wirklich in ſeinem Schreiben an mich den Wunſch ausgeſprochen, daß ich mir einen von ſeinen Pflege⸗ ſöhnen zum Lebensgefährten nehme.

Legt er dir ſolches als Pflicht auf?

Nicht ausdrücklich, aber ſo ungefähr. Mittler⸗