Teil eines Werkes 
Der Rechte : Erzählung : 1. Band (1864)
Entstehung
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Ein unheimliches Gewinſel, welches Gurli einen Schauder verurſachte, trug die Antwort hinweg.

Ohne eine Sylbe zu ſprechen, eilte Gurli hinaus auf die Hausflur. Hier fand ſie Felir, wie er vor der Thüre ſeines abgeſchiedenen Herrn ſtand und einen Klagelaut nach dem andern ausſtieß.

Gurli lockte das treue Thier an ſich und nahm es mit hinauf in ihr Zimmer.

XXXVII.

Mit Pomp und Staat wurde der reiche Bengt Falkenſtern zur Erde beſtattet und in demſelben Grabe beigeſetzt, wo ſeine Kinder und ſeine beiden Frauen ſchon vor ihm ihre Ruheſtätte gefunden hatten.

Walter war von dem Tode bis zum Begräbniß ſeines Herrn wie von Schmerz betäubt geweſen. Er ſprach und deutete nicht mehr.

Nach dem Begräbniß ſchien er ſich jedoch allmäh⸗ lig wieder zu faſſen. Zwar ſcherzte und lachte er nicht ſhr aber er ſprach doch mit Jedermann und war ruhig.

Auf die Fragen, welche Gurli und Stephan be⸗ züglich des Auftretens der ſeltſamen Frau an ihn ſtellten, konnte oder wollte er keinen Beſcheid geben. Er erklärte wenigſtens, er ſey außer Stand, eine Auf⸗ klärung darüber zu ertheilen.

Wierzehn Tage nach Falkenſtern's Tod ſollte das Teſtament nach der Inſtruktion, welche er für dieſen Fall dem Bezirksrichter, bei dem es auch in Verwah⸗ rung lag, gegeben hatte, eröffnet werden.

Beate lebte während dieſer Zeit in einer wirkli⸗

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