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überſchauen, auf der Schwelle Halt gemacht hatte, äußerte nun in kaum verſtändlichem Schwediſch:
„Ich wünſche den Kapitän Bengt Falkenſtern zu ſprechen.“
Bei dem Laute dieſer Stimme rief der Kranke:
„Bengt Falkenſtern iſt todt.“ † Mit dieſen Worten fiel er leblos auf das Kiſſen zurück.
Die Frau ſtürzte zu dem Bette vor und ſtieß einen Schrei aus, wie er nur aus der Bruſt eines Menſchen kommen kann, der ſeine letzte Hoffnung ver⸗ loren hat.
Dann erfolgte ein großer Aufſtand.
Der Doktor, Walter, Allon und Tante Katharina kamen hereingeſtürzt.
Während allgemeine Beſtürzung herrſchte und die geſammte Aufmerkſamkeit auf den ſcheinbar lebloſen Falkenſtern gerichtet war, zog ſich die fremde Frau
auf die Seite und verſchwand aus dem Zimmer.
Der Doctor hatte ſeine Hand auf Falkenſterns Bruſt gelegt, und nach einer kleinen Weile ſprach er mit feierlichem Ernſt:*
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Welche Ereigniſſe auch der Tag in ſeinem Schooße mit ſich bringt, ſo kommt doch die Nacht, um ihn ab⸗
zulöſen. So geſchah es auch mit dem Tage, an wel⸗ chem der Beſitzer von Birgersborg ſeine irdiſche Lauf⸗ bahn beſchloß. Jedermann hatte ſich auf die Kunde davon zu⸗ rückgezogen, um die Ruhe der Nacht zu ſuchen, oder über dieſen Todesfall nachzudenken, welcher für die
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