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XXXV.
Eine Stunde verfloß.
Gurli war in die ſogenannte kleine Hrangerie hineingegangen, wo ſich lauter kleine Topfgewächſe befanden, und eben im Begriff, mit großem Intereſſe ſich einer Calla zu widmen, als ein paar mit einan⸗ der ſprechende Perſonen in die anſtoßende große Drangerie traten.
Sie unterſchied deutlich Tante Beate's Stimme, welche Gurli's Namen nannte.
Dieß reizte die Neugierde des jungen Mädchens, und ſie ſchlich näher, um an der zwiſchen beiden Räu⸗ men verſchloſſenen Thüre zu horchen.
Frau Beate äußerte in einem Tone, welcher zu erkennen gab, daß ſie ſehr mißvergnügt war:
„Ich ſage Dir, Allon, daß mir dein geſchäftiges Treiben mit Gurli gar nicht anſteht. Jetzt, nachdem es mir gelungen iſt, durch Falkenſterns Diener in Erfahrung zu bringen, daß Du der eigentliche Erbe biſt, mache ich Dir zur Pflicht, damit aufzuhören. Es war ganz klug von Dir, dem Mädchen deine Auf⸗ merkſamkeit zu ſchenken, ſo lang man Grund zu ver⸗ muthen hatte, daß ſie Falkenſtern beerben würde; aber jetzt läge in einer Fortſetzung derſelben nicht ein Funken geſunder Vernunft. Gurli bekommt keinen Schilling mehr, als das von ihrem Vater ihr zuſtehende Erbtheil. Ich hoffe, Du wirſt ſomit einſehen, daß Gurli niemals eine paſſende Frau für dich ſeyn kann, da Du nach deines Oheims Tod ein ungemein reicher Mann wirſt.“
„Biſt Du fertig, Mama?“ fragte Allon.


