Teil eines Werkes 
Der Rechte : Erzählung : 1. Band (1864)
Entstehung
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zuernten, ohne darnach zu fragen, was dieſelben An⸗ dere koſten. Der Gedanke an meine Kindheit, an mein ganzes Leben, bis ich den Fuß auf fremden Boden ſetzte, war ganz dazu geeignet, aus meiner im Grunde guten Natur einen Egviſten zu machen. Eh bien, man iſt ſo am glücklichſten und kommt, wenn man nur an ſich denkt, am weiteſten.

Dieſe letzten Worte wurden in einem leichtſinnigen Ton ausgeſprochen.

Gurli ſetzte gedankenvoll ihren Weg fort, und Stephan begann von gleichgültigen Dingen zu reden.

Als ſie an das Giter kamen, welches in den Garten führte, und Stephan daſſelbe öffnete, blieb Gurli einen Augenblick ſtehen und ſagte mit milder Stimme:

Du kannſt ſomit das Vergangene nicht ver⸗ geſſen und vergeben?

Gurli, Du biſt jetzt ein ſo einnehmendes Mäd⸗ chen, daß es unverzeihlich wäre, wenn man dich ver⸗ geſſen wollte, antwortete er ſcherzend.

Stephan, ich ſpreche jetzt im Ernſt. Können wir nicht Freunde werden?

Sie reichte ihm die Hand.

Niemals, antwortete er beſtimmt und ſtieß ihre Hand zurück.Das Wort Freundſchaft zwiſchen uns wäre ein Hohn.

Gurli ſprang durch das Gitter und eilte nach der Orangerie, wo ſie ſich eifrig mit ihren mancherlei Blumen zu ſchaffen machte.

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