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gern, wenn man mit mir von meiner Schuldigkeit redet. Ich will von Nichts dergleichen wiſſen.“
„Nun, wenn Sie ſich auch nicht um eine Aner⸗ kennung derſelben bekümmern, ſo ſollten Sie doch in einem Alter von neunzehn Jahren auf Ihren eigenen Vortheil denken.“
„Liegt dieſer darin, daß ich nicht dorthin gehe?“ fragte Gurli lachend.
„Ganz gewiß“, erwiederte Walter, indem er ſeine ſchlauen ſchwarzen Augen auf das Mädchen heftete. Wird der Kapitän auf Sie böſe, ſo können Sie dem
„
Gedanken, ſeine Erbin zu werden, für immer den Ab⸗ ſchied geben.“
Gurli ſprang auf. Ihre Wangen waren feuer⸗ roth, ihre Augen ſchleuderten Blitze, und ſie rief mit jugendlichem Uebermuth:
„Und Sie glauben auch, Walter, daß ich Etwas thun werde, um meinen Stiefvater zu beerben? Nein, ich will nicht einen Schilling von ſeinem Gelde haben. Das größte Unglück, das mir begegnen könnte, wäre, ſeine Erbin zu werden. Ich will lieber mein Brod betteln, als Beſitzerin von Birgersborg zu werden.“
„Du brauchſt dich deßhalb nicht zu ereifern“, äußerte in demſelben Augenblick eine Stimme unter der Saalthüre.„Mit dieſem Unglück wirſt Du gewiß verſchont bleiben.“
Gurli blickte dorthin. Falkenſtern ſtand auf der Schwelle und betrachtete ſie mit einem Blick düſtern Hohnes.
Von dieſem Abend an geſchah es oft, daß Fal⸗ kenſtern wie zufällig da oder dort Gurli in den Weg
kam. Soß ſie im Park und las, ſo kam er dort hin und nahm neben ihr Platz. Das Kinn auf den Stock


