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villon befindliche Brücke hinabzugehen und dort ſtun⸗ denlang hinzuſitzen.
Falkenſtern ließ ihr durch Walter ſagen, er wünſche, daß ſie ſich einen andern Platz für ihre Abendprome⸗ naden wähle; aber deſſen ungeachtet erſchien Gurli am nächſten Abend wiederum auf der Brücke.
Falkenſtern kam nun ſelbſt zu ihr.
„Gurli“, ſagte er,„es ſteht Dir frei, das ganze Gebäude, den Park, den Garten und Alles, was zu Birgersborg gehört, für dein Vergnügen zu benützen; nur dieſen Fleck will ich für mich ſelbſt behalten.“
Schweigend entfernte ſich Gurli und nahm ihren Sitz auf der Terraſſe, wo Walter ſie aufſuchte. Er kam von Falkenſtern.
„Können Sie mir ſagen, Gurli, warum Sie auf die Brücke hinabgegangen ſind, nachdem ich Sie ge⸗ beten habe, von dort wegzubleiben?“ fragte er.
„Aus dem einzigen Grunde, weil ich es dort un⸗ terhaitend fand“, antwortete Gurli, indem ſie Felix, ihrem treuen Begleiter, über den Kopf ſtrich. „Verſprechen Sie mir, Gurli, das nicht mehr zu thun?“
„Lieber Walter, das kann ich nicht“, rief Gurli lachend.„Wenn mich morgen ein heftiges Verlangen anwandelt, dorthin zu gehen, ſo möchte ich demſelben kaum widerſtehen können.“
„Aber Sie reizen dadurch den Kapitän gegen ſich auf, und daran thun Sie nicht gut. Pflicht und ſueſ⸗ ſollten Ihnen gebieten, ihm zu Willen zu eyn!“
„Die Pflicht ſollte mir gebieten, nicht auf die Brücke am See zu gehen? Das kann ich nicht be⸗ greifen. Uebrigens, lieber Walter, habe ich es nicht


