Teil eines Werkes 
Der Rechte : Erzählung : 1. Band (1864)
Entstehung
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Ein paar Tage vor der Abreiſe machten er und Gurli einen Spaziergang nach dem Ufer des See's.

Sie waren nur von Felir begleitet.

Gurli ſetzte ſich auf einen Stein, und Felix legte ſich zu ihren Füßen nieder.

Es war ein ausgezeichnet ſchöner Abend.

Allon fühlte ſich niedergeſchlagen bei dem Ge⸗ danken an die bevorſtehende Trennung. Er war die ganze Zeit ungewöhnlich ſtill geweſen und ſaß jetzt ſchweigend an Gurli's Seite.

lötzlich drehte ſie ſich zu ihm um und ſagte:

„Woran denkſt Du?“

„Daran, daß ich in einigen Tagen weit von hier weg ſein werde.“

„Daran ſeine Gedanken zu verſchwenden, iſt kaum der Mühe werth.“

„Gurli, dann bin ich der Freude beraubt, Dich zu ſehen und bei Dir zu ſein. Wenn ich doch die Ueberzeugung mitnehmen dürfte, daß Du mir nur halb ſo gut wäreſt, als ich Dir bin.“

„Ah ſo, Du willſt die Größe, Länge, Breite und das Gewicht meiner Anhänglichkeit kennen.

„Gurli,“ ſagte Allon und faßte ihre Hand,„ſcherze nicht in dieſem Augenblick, ſondern antworte ernſt, hegſt Du einige Freundſchaft für mich?“

Gurli betrachtete ihn eine Sekunde ganz ernſt; darauf lächelte ſie und lockte Felix.

Der Hund erhob ſich, legte ſeinen Kopf auf ihre Kniec und ſchaute ſie mit ſeinen klugen Augen an.

„Felir,“ ſagte Gurli und hob den Finger in die Höhe,„haſt Du mich lieb?“

Der Hund blieb unbeweglich.

Das ſunge Mädchen wandte ſich nun mit ſchal⸗ lendem Gelächter zu Allon.