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drehte, aber ich vermuthe dennoch, daß es Dir ſchwerer fiele, bei der bevorſtehenden Promotion dich mit Ehren herauszuziehen, als es mir würde, ordentlich reiten zu lernen.“
„Ah, da höre man nur!“ rief Gurli,„wie die Schüchternheit ſo anſpruchsvoll wird. Du biſt wohl nicht im Mindeſten eigenliebig, Stephan?“
„O ja, ein wenig,“ antwortete er erröthend.
„Das ſollte man doch nicht vermuthen, wenn man dich, ſo oft man nur ein Wort mit Dir ſpricht bald blaß bald roth werden und die Mütze ſo drehen ſieht, als ob Du ein Bauernjunge wäreſt.“
Stephan wechſelte wiederum die Farbe, warf einen haſtigen Blick auf Gurli und ſagte:
„Was ich bin oder nicht bin, davon verlohnt ſich gar nicht der Mühe zu reden; und in deinen Augen, Gurli, hoffe ich immerdar der unbedeutende Stephan, der ich als Kind war, zu bleiben.
Obſchon der Ton ruhig und ſein Ausſehen etwas befangen war, lag doch ein nicht unbedeutender Grad von Bitterkeit in ſeinen Worten.
„Ah ſo, Du hofſſt es,“ erwiederte Gurli lachend; „wir wollen darauf ſehen, daß deine Hoffnung nicht zu Schanden wird.“
„Ich fürchte jedoch, daß dem ſo ſeyn wird,“ fiel Allon munter ein.„Stephan kann niemals unbe⸗ deutend bleiben. Seine Kenntniſſe und ſein guter Kopf machen dieß unmöglich, und wenn ihm auch dieſe Schätze abgingen, ſo würde ihn ſcon ſeine Stellung als tünftiger Univerſalerbe von irgersborg davor ſchützen.“
Stephan ſtand haſtig auf, warf Allon einen nicht ſehr freundlichen Blick zu und ſagte ungeduldig: „Was für ein dummes Geſchwätz!“


