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Allon hatte ſchon am erſten Tage ſich von Gurli angezogen gefühlt. Lebhaft, munter, unterhaltend und dreiſt genug, um durch Gurli's Worte oder bizarre Einfälle ſich nicht in Verlegenheit ſetzen zu laſſen, war er ganz dazu geſchaffen, gleichfalls einen angenehmen Eindruck hervorzubringen.
Er ritt gut, war ein geſchickter Jäger und, wenn es die Umſtände erforderten, kühn und ohne Furcht— lauter Eigenſchaften, welche in den Augen eines ſieb⸗ zehnjährigen Mädchens große Verdienſte ausmachen.
Gurli fand auch an ſeiner Geſellſchaft ebenſo viel Gefallen, als es in den Kinderjahren ihr Freude ge⸗ macht hatte, ſich mit ihm zu zanken.
Sie ſprachen auch niemals von der Vergangen⸗ heit. Beide ſchienen die minder angenehmen, ſich daran tnüpfenden Erinnerungen ſich ganz aus dem Sinn geſchlagen zu haben.
Als Braun mit ſeiner Frau abreiste, begleitete Stephan ſie bis nach Gothenburg, von wo ſie mit dem Dampfboot weiter gehen wollten; und als er nun allein zurückkehrte, empfand er wenig Neigung, an allen den Beluſtigungen, Ausfahrten, Beſuchen bei Nachbarn und kleinen Ergötzlichkeiten zu Birgersborg, welche von Allon veranſtaltet wurden, Theil zu neh⸗ men. Er zog ſich auf ſich ſelbſt zurück, aber ohne deßwegen in Frieden bleiben zu können, denn Gurli fühlte ein unwiderſtehliches Verlangen, ihn dadurch zu plagen, daß ſie ihn fortwährend in Verlegenheit ſetzte; etwas, das ganz leicht war und Gurli immerdar be⸗ ſonders ergößte, ſo daß ſie von Herzens Grund ſich auf ſeine Koſten luſtig machte. S
Eines Tags ließ Falkenſtern durch einen Diener Stephan zu ſich rufen.
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