Teil eines Werkes 
Der Rechte : Erzählung : 1. Band (1864)
Entstehung
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Die gebogene Naſe, die großen, blitzenden und lebhaften Augen, der ſchöne, mit einem dunkeln Schnurrbärtchen geſchmückte Mund, die blendend weißen Zähne, die friſche, von Geſundheit zeugende Geſichts⸗ farbe und das braune, üppige Haar— Alles machte ihn ſchön.

Gurli's Gruß ihren Couſins gegenüber verrieth die Ueberraſchung, in welche ſie bei ihrem Anblick ge⸗ rieth, und nach deren Blicken zu urtheilen, war auch mit ihr eine weſentliche Veränderung vorgegan⸗ gen. Beide betrachteten ſie mit einer Miene der Ver⸗ wunderung.

Allon ſah ſie ganz dreiſt an, Stephan wurde vor Leehet blaß und roth, als Gurli ihm die Hand reichte.

Das Mittagsmahl ging ohne etwas Bemerkens⸗ werthes vorüber.

Am Abend, als Alles zur Ruhe gegangen war, las Gurli mit einem Gefühl tiefer Ehrfurcht ihrer Mutter Brief. Was er enthielt, iſt hier nicht der rechte Augenblick, mitzutheilen.

Mathilde wollte nur ganz kurze Zeit ſich in Schwe⸗ den aufhalten.

Ihr Mann war Kapitän eines großen amerika⸗ niſchen Kauffahrteiſchiffes, welches in Stockholm lag, um ſeine Ladung zu löſchen. Braun und ſie wollten deßhalb nur eine Woche in Birgersborg verweilen, und es iſt deßhalb nicht zu verwundern, wenn die Eltern in dieſen Tagen ſich ausſchließlich mit ihrem Sohn beſchäftigten. Stephan war es gleichfalls da⸗ rum zu thun, jeden Augenblick in ihrer Nähe zuzu⸗ bringen. Die Berührung zwiſchen ihm und Gurli war ſomit Anfangs ſehr unbedeutend.

Am meiſten Unterhaltung gewährte Gurli die