Teil eines Werkes 
Der Rechte : Erzählung : 1. Band (1864)
Entstehung
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ſetz anzuerkennen, und das war— die Eingebung ihrer Launen.

Wohl kamen manchmal Funken von Güte und Theilnahme zum Vorſchein, aber ſie glichen Stern⸗ ſchnuppen, ſo plötzlich entſtanden und verſchwanden ſie. Einen Günſtling hatte jedoch das ſeltſame Mäd⸗

chen, der niemals von ihrer Seite wich, und das war Falkenſterns zurückgelaſſener Neufundländerhund Felir: aber ſehr oft kam es vor, daß ſie auch dieſen, je nachdem ihre Stimmung war, unſanft behandelte.

Falkenſtern hatte ununterbrochen die Zeit von Anna's Tod im Ausland zugebracht, und die einzige Perſon, mit welcher er in ſchriftlicher Berührung ſtand, war Walter.

Gurli war dagegen in Birgersborg geblieben, wohin weder Allon noch Stephan zu Beſuch kamen.

Gurli hatte jetzt ein Alter von ſiebzehn Jahren erreicht und ſollte zu ihrem erſten Abendmahlsgenuß ſich vorbereiten.

Wie in dieſer für ihr Herz ſo wichtigen Zeit ihre Gemüthsſtimmung war, läßt ſich unmöglich angeben. Sie blieb ſich ſo ziemlich gleich, außer daß ſie jeden Tag, wenn ſie hei dem Geiſtlichen geweſen, ſich ganz allein zu ihrer Mutter Grabhügel begab und dort am Fuße des weißen Kreuzes, den Kopf in die Hände geſtützt, in Gedanken verſunken Stunden lang ſitzen konnte.

Las Eliſabeth ihr bei der Rückkehr vom Kirch⸗ hofe aus der heiligen Schrift vor, ſo hörte ſie der⸗ ſelben ſtillſchweigend zu.

Am Pfingſtfeſte ſollte ſie zugleich mit der übrigen Jugend der Gemeinde zu Gottes Tiſch gehen.

Am Morgen war Gurli noch vor der Sonne auf⸗ geweſen, und als Tante Katharina in aller Frühe

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