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Gurli erfaßte nun mit ungeduldigem Eifer Alles, was ihre Gedanken beſchäftigen konnte. Jede anhal⸗ tende Arbeit wurde ihr lieb alle heftigen und ſtar⸗ ken Körperanſtrengungen wurden wieder Etwas, wo⸗ ran ſie Gefallen fand.
Es blieb aber für Eliſabeth und Tante Katha⸗ rina ein vergebliches Bemühen, irgend ein lebhafteres Intereſſe für Gott und ſein heiliges Wort bei ihr zu erwecken.
Dergleichen Reden und Vorſtellungen unterbrach Gurli ſtets entweder durch bittere Ausfüälle oder da⸗ durch, daß ſie davon lief.
Fliſabeth ſah auch bald ein, man müſſe ſich für den Augenblick darauf beſchränken, an der Ausbildung und Veredlung von Gurli's Verſtand zu arbeiten und es ihr dadurch möglich zu machen, daß ſie einmal ſelbſt den Weg zu Gott kennen lerne.
Drei Jahre vergingen.
Gurli's Kenntniſſe erweiterten ſich, ihr Körper gewann an Stärke, aber ihr Herz ſchien kalt und art.
Lebhaft, heftig und ercentriſch, ging ihr bei aller Lebhaftigkeit die Seele, bei aller Eraltation der Froh⸗ ſinn der Jugend ab.
enn ſie einen langen Spazierritt oder eine Promenade unternahm, ſo war es, als thäte ſie dieß einzig deßhalb, um auf ſolche Art der Unruhe in ihrem Innern zu entfliehen. „ Vei Durchführung ihrer Launen, Befriedigung ihrer Wünſche, nahm ſie niemals auf Andere Rück⸗ icht, ſo wenig als auf die Hinderniſſe, welche ſich ihr entgegenſtellten, oder die Unannehmlichteiten, welche daraus hervorgehen mochten. Sie ſchien nur ein Ge⸗


