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Innern vorging, merken zu laſſen. Er zeigte ſich gegen„Ihro Gnaden“ äußerſt artig, ſchmeichelte ihr, wenn ſie es hörte, und lobte ſie, wenn ſie den Rücken wendete.
Während er ſomit eine Rolle ſpielte, durch welche
ſich Beate ganz irre führen ließ, ſpionirte er all ihr
Reden und Thun aus, fragte bei ihrer Magd herum, horchte an allen Schlüſſellöchern, ſpielte mit Allon, und erfuhr auf ſolche Art Alles, was er wünſchte. Walter hatte ſomit von Vielem Kunde erhalten, worüber Falkenſtern ganz im Dunkeln war. So wußte er, um nur Eines zu ſagen, ſogleich, daß die„Gnä⸗ dige Frau“ ihre Schwägerin niemals hatte leiden können, daß ſie immer feindſelig gegen dieſelbe ge⸗ ſinnt geweſen war, und namentlich ſeit ihres Bruders Tod ſich ſo ſchlecht gegen Anna benommen hatte, daß dieſe es ſo viel als möglich vermied, mit Beate in Berührung zu kommen. Ferner war ihm bekannt, daß Beate ſeit ihrer Ankunft zu Birgersborg Anna auf alle erdenkliche Weiſe gequält hatte, ein Umſtand, welcher dieſe be⸗ ſtimmte, in aller Stille ein paar brauchbare Zimmer im zweiten Stock aufzuſuchen und Tante Katharina zu bitten, ſie gegen dieienigen, welche ſie bis jetzt neben ihren Schwägerinnen gehabt hatte, vertauſchen zu dürfen. Tante Katharina ließ derſelben ihren Willen. Anna hatte ſie zugleich erſucht, von dieſem Um⸗ zug Falkenſtern keine Mittheilung zu machen., Walter hatte ferner ſich Kenntniß davon ver⸗ ſchafft, daß Frau v. Stral's Gatte ſo gut wie rui⸗ nirt, daß es mit Kapitän Braun gelegenheiten in Folge von Darlehen und Bürgſchaften ſehr ſchlimm


