Teil eines Werkes 
Der Rechte : Erzählung : 1. Band (1864)
Entstehung
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3 der Terraſſe aus eine freiere Ausſicht über den See

zu gewinnen, gab Falkenſtern ſogleich Befehl hiezu.

Tante Katharine hatte mit einem bis ins Herz

gehenden Verdruß mitangeſehen, wie die„kleine Gnä⸗

dige die Perſon war, welche Alles nach ihrem Wohl⸗

gefallen anordnete. Die Alte war neugierig, wie das enden würde..

„Wenn nun gar Beate's gottloſer Junge zum Univerſalerben beſtimmt würde“, dachte ſie. Das wäre für Tante Katharina nur mit großer Mühe zu verſchmerzen geweſen. Sie konnte Beate nicht leiden und ließ ſich durch die ihr bewieſene Freundlichkeit

nnicht bethören.

. Tante Katharina legte ſich jedoch Stillſchweigen auf. Sie miſchte ſich niemals in Etwas, das ſie ihrer Anſicht nach nichts anging, und ſprach ſelten ihre Meinung aus, es müßte denn ſeyn, daß Falkenſtern ſie direkt hinzu aufforderte. Hätte jedoch Beate mit ihtem Rath und Einfluß ſich in Tante Katharina's

Bereich einzudrängen geſucht, ſo wäre dieſe auch die S

Erſte geweſen, ſie von hier zurückzuweiſen. * Jetzt hielt ſich Beate innerhalb eines Gebiets, uuf welchem Tante Katharina mitzuſprechen ſich nicht bemüßigt fand, und darum ließ ſie auch die Dinge gehen wie ſie wollten. Walter verhielt ſich gleichfalls ſtill; aber nach Art der Katze, welche auf ihren Raub lauert und die geringſten Bewegungen ihres Opfers betrachtet, um 5 nächſten Augenblick ſich auf daſſelbe ſtürzen zu önnen.

WAuch er kö Stral nicht leiden und

hatte feſt beſchloſſen, ſie mit aller ihrer Mühe

leer ausgehen ſollte. 32

Dabei war er aber zu ſchlau, um, was in ſeinem S