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ihr ganzes Weſen, jedes ihrer Worte eitel Verbind⸗ lichkeit athmete.
Daß Tante Katharina eine nicht unbedeutende Rolle im Hauſe ſpielte, wußte ſie gleichfalls und er⸗ achtete es darum als das Räthlichſte, ihr Benehmen gegen dieſelbe zu ändern.
An die Stelle der herablaſſenden Freundlichkeit, welche ſie bei ihrer Ankunft gegen die alte Verwandte bezeigt hatte, trat jetzt ein äußerſt zuvorkommendes Weſen. Man konnte nicht liebenswürdiger ſeyn; und dieſe Liebenswürdigkeit fiel um ſo mehr in die Augen, als Anna und Mathilde ungewöhnlich ſchweigſam waren. Die Erſtere ſah etwas mißvergnügt aus und erlaubte ſich ein paarmal Falkenſtern zu widerſprechen. Ma⸗ thilde Braun konnte ſich nur mit Mühe der Thränen enthalten.
Die Urſache dieſer Verſtimmung kam von den Anordnungen her, welche Falkenſtern durch Tante Ka⸗ tharina denſelben hatte mittheilen laſſen. Er wünſchte nämlich, daß die Kinder zeitiger eſſen ſollten, als die Mutter. Er wollte ſie beim Mahle nicht ſehen und im Allgemeinen durch ihren Anblick ſo wenig als möglich beſchwert werden. Des Nachmittags, behielt er ſich vor, ſollten die Kinder weder im Garten noch in der Nähe des Wohnhauſes ſpielen, ſondern ent⸗ weder auf ihren Zimmern bleiben, oder mit ihren Wärterinnen im Park und wo es ihnen ſonſt beliebte, ſich hekumtreiben.
Falkenſtern ſtellte außerdem für jeden Nachmittag einen Wagen zur Verfügung für die Kinder mit ihren Wärterinnen, nur um während dieſer Stunden jeder Berührung mit ihnen zu entgehen.
Beate hatte Tante Katharina mit feſt zuſammen⸗
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