Teil eines Werkes 
Der Rechte : Erzählung : 1. Band (1864)
Entstehung
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Kach dieſer Unterredung mit Anna ſchien Falken⸗ ſtern ganz umgewandelt.

Er hatte während ſeines Aufenthaltes in der Hauptſtadt und auf der Reiſe nach Birgersborg ſich für die junge und ſchöne Frau inter⸗ eſſirt.

Jetzt dagegen widmete er ihr ſo viel als gar keine Aufmerkſamkeit. Als ſie nach ihrer Trennung am Pavillon ſich beim Mittagstiſch um vier Uhr wieder trafen, war ſein Gruß kälter als vorher.

Während der Mahlzeit unterhielt er ſich aus⸗ ſchließlich mit Beate, welche nach ihrer Gewohnheit ſorgfältig gekleidet war und recht nett ausſah.

Alles, was Falkenſtern ſagte, fand die„gnädige Frau“ treffend, und ſie wußte ihm ihren Beifall auf eine ſo feine Art zu erkennen zu geben, daß er un⸗ willkürlich ſich dadurch geſchmeichelt fühlte. Beate ſprach gut und konnte eine Converſation über die all⸗ ien Gegenſtände in ganz angenehmem Tone ühren.

Als Walter ſeinen Platz an demſelben Tiſch wie ſie einnahm, wurde Beate dunkelroth vor Aerger: aber die kluge Frau hütete ſich wohl, ihren Hochmuth an's Licht treten zu laſſen, oder ein einziges Wort des Mißvergnügens zu äußern. Sie hatte ſich bereits ge⸗ merkt, daß Walter einen großen Einfluß auf ſeinen Herrn beſaß, und ging deßhalb ſo weit, daß ſie unter dem Eſſen mit einem unbeſchreiblichen Lächeln und mit freundlicher Stimme ein paarmal ihn anredete. Sie hatte beſchloſſen, den Mulatten zu gewinnen, weßhalb