Teil eines Werkes 
Der Rechte : Erzählung : 1. Band (1864)
Entstehung
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niemehr dieſe Räume, wo das einzige Weſen, das er geliebt, ſeinen letzten Seufzer ausgehaucht hatte.

Tante Katharina war indeſſen darauf bedacht, mit derſelben Sorgfalt, welche Walter dem Pavillon und deſſen Umgebung widmete, die öde Wohnung in demſelben Stande zu erhalten, und noch jetzt wie zur Zeit der Herrin durch Blumenduft und Vogelgeſang zu erheitern.

Bei der Inſtandſetzung der Räume im Erdgeſchoß hatte Falkenſtern vor dem Beginn der Reparatur eine

Runde durch das ganze Haus gemacht und hiebei im dritten Stock eine ganze Maſſe ſtaubbedeckter Möbel gefunden, welche größtentheils ſchon halb zerfallen waren, aber ihrer Geſtalt nach entſchwundenen Jahr⸗ hunderten angehören mußten. Er wurde dadurch ein wenig überraſcht, erinnerte ſich jedoch, daß in den Kaufscontrakt wirklich alle Möbel aufgenommen wor⸗ den waren, die zum Schloß gehörten.

Das alte Gerümpel wurde nun hervorgezogen, reparirt und bildete hinfort die Möblirung der Zim⸗ mer im Erdgeſchoß. Tapeten und Fenſtergardinen wurden den Möbeln angepaßt, und das Ganze erhielt nu ein möglichſt ſchwerfälliges und unbehagliches

usſehen.

Wenn man in das große, gewölbte Veſtibule trat, hatte man ein paar hohe Thüren von Eichenholz, welche in den Saal führten, gerade vor ſich.

Zur Rechten im Veſtibule befand ſich eine Thüre, welche in Falkenſterns Privatzimmer führte; durch die zur Linken gelangte man in die ſogenannte Bibliothet.

Hier ſtanden ein paar Bücherſchränke, mit Wer⸗ ken, welche ſämmtlich der neuern leichten Literatur angehörten. An der Wand hingen einige alte Por⸗ traits, welche man oben auf dem Dachboden gefunden