Teil eines Werkes 
Der Rechte : Erzählung : 1. Band (1864)
Entstehung
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ſe n traurigen, herabgekommenen Zuſtand ver⸗ ieben.

Auf Hof, Garten und Park dagegen wurden außerordentliche Summen verwendet; indeſſen gab Bengt in Folge einer unbegreiflichen Caprice nicht zu, daß man Durchhau oder Lichtung anbrachte, um auf ſolche Weiſe dem Platz um das Schloß ein helleres und freieres Ausſehen zu geben.

Die hundertjährigen Bäume bildeten ein un⸗ durchdringliches Laubgewölbe und verwehrten ſomit der Sonne und. dem wirklichen Tageslicht den Zutritt

in die meiſten Zimmer, welche dadurch einen düſtern Charakter bekamen.

Vergebens hatten Inſpektor und Gärtner, Fal⸗ kenſterns Gattin, Walter und Tante Katharina ihm vorgeſtellt, der Park, der Garten und Hof würden an Schönheit gewinnen, wenn man hier und da einige

fällen ließe. Falkenſtern wollte nichts davon ören. Die dem Garten zugekehrte Fagade des Hauſes bildete den einzigen Theil davon, der nicht buchſtäblich in Laub gehüllt war.

Die auf dem frühern Wallgraben angelegte Terraſſe war von Falkenſtern in ein förmliches Reich der Flora verwandelt worden. Hier prangten die ſeltenſten Blumen und Gewächſe, und man würde von dieſem Punkte aus eine wirklich ſchöne Ausſicht über den See gehabt haben, wenn nicht der Garten mit ſeinen alten, hohen und dichten Bäumen eine Vor⸗ mauer aufgeworfen hätte, an welcher das Auge Halt machen mußte.

Am Ende des Gartens, auf einer großen, freien und offenen Fläche am Ufer war ein ſchöner und moderner Pavillon errichtet worden, und hier pflegte

Schwartz, Der Rechte. I.