Teil eines Werkes 
Der Rechte : Erzählung : 1. Band (1864)
Entstehung
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der Hand laſſen, müſſen wir noch beifügeu, daß die⸗ ſelbe, wenn ſie ungeduldig war und es doch nicht zu erkennen geben wollte, ihre Hände zuſammenlegte und die Daumen mit einem der Zu⸗ oder Abnahme ihrer Ungeduld entſprechenden Geſchwindigkeit ſich von

einander drehen ließ.

Wor ſie dagegen böſe und kleidete ſie ihre Ge⸗ fühle Worte, um einen begangenen Fehler oder eine ihr mißfällige That vorzudemonſtriren, ſo ergriff ſie die an dem Bande hängende Scheere und manöv⸗ rirte und fuhr damit herum, als ob dieß ihren Wor⸗ ten mehr Nachdruck geben ſollte. War ſie über irgend eine Dreiſtigkeit ernſtlich erzürnt oder ſonſt lebhaft überraſcht, ſo fuhr ſie mit beiden Händen in ihre Schurztaſchen.

Fühlte ſie Theilnahme bei Etwas und wollte ihre Rührung verbergen, ſo nahm ſie Priſe um Priſe, und ſobald eine der Mägde nach einem begangenen Fehler Abbitte that und Tante Katharina dabei ihre Schnupftabaksdoſe hervorzog, ſo wußte die Schuldige, daß ſie ſich hatte beſänftigen laſſen.

Nach dieſer etwas weitläufigen Schilderung der Bewohner von Birgersborg wollen wir auch ein paar Worte über das alle Schloß ſagen, wie die Bauern insgemein das Herrenhaus benannten.

In welchem Jahrhundert Birgersborg aufgeführt worden, vermögen wir nicht anzugeben, aber daß es

ſehr alt war, das iſt gewiß.

Es war in Hufeiſenform erbaut; die Fagade ſelbſt war drei Stockwerke hoch, während die beiden davon aus⸗ ſpringenden Flügel, das Erdgeſchoß abgerechnet, nur

einen Stock hatten. An den Enden der letztern hatten ſich in früherer Zeit Thürme erhoben, aber ſie waren

abgebrochen worden, und ein hohes Eiſengitter mit