Teil eines Werkes 
Der Rechte : Erzählung : 1. Band (1864)
Entstehung
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Falkenſtern ſpielte, war ganz ſeltſamer Natur.

Treue und Anhänglichkeit erwies, daß er ſelten in Streit mit ihm gerieth; aber nicht minder gewiß, daß der Mulatte, wenn es die Umſtände gerade mit ſich brach⸗ ten, eine große Kühnheit an den Tag legte, ihm manche bittere Wahrheiten ſagte, wobei man nur darüber er⸗ ſtaunen mußte, daß dieſer häusliche Deſpot ſeinen dunkelfarbigen dienenden Geiſt nicht ſofort zur Thüre hinauswarf.

Walter war ſeit ſeinem vierzehnten Jahre Bengts Leibeigener geweſen. Er war damals von dem reichen Mann auf einem Scelavenmarkt gekauft worden.

Einige Jahre ſpäter ſchenkte ihm Bengt bei vor⸗ kommender Veranlaſſung die Freiheit und ließ ihm die Wahl, ihm entweder nach Schweden zu folgen, oder in Amerika zu bleiben. Walter entſchied ſich für das Erſte.

Auf Falkenſterns Koſten hatte Walter eine Er⸗ ziehung und Ausbildung erhalten, welche weit über die Lage eines Dieners hinausging, und dieß be⸗ wirkte, daß er, früher nur eine Art Laufburſche, zu⸗ erſt zum Kammerdiener und dann zum Sekretär be⸗ fördert wurde.

Als Bengt in Birgersborg ankam, wurden ihm gewiſſermaßen die Funktionen eines Intendanten über⸗ tragen, und vermöge derſelben lag ihm ob, über Alles ſowohl in als außer dem Hauſe zu wachen.

Inſpektor, Schreiber und das geſammte Dienſt⸗ perſonal hegte vor dem Mulatten ebenſo viel Furcht wie vor dem Gebieter des Hauſes; denn Jedermann

wußte, daß wenn jener Etwas gegen ihn zu bemerken

hatte, es nicht lange anſtand, bis Falkenſtern ihm ſeinen Abſchied ankündigte.. Die Rolle, welche Walter zu Lebzeiten vor Frau