Lärm um Richts. Unſer Couſin iſt noch ein junger Mann, erſt vierzig Jahre alt; er wird ohne Zweifel wieder heirathen. Auch habe ich gleich gedacht, daß es recht dumm von uns war, die Einladung in dieſes abgelegene Birgersdorf anzunehmen. Die ganze Reiſe nützt uns doch zu Nichts.“
3„Nun, das ſollſt Bu erſt ſehen. Vor allen Dingen darf er nicht wieder heirathen!“ rief Beate.„Du und ich, wir würden dadurch um das Erbe beſtohlen, worauf wir ſammt unſern Kindern ſonſt rechnen können. — Nein, Mathilde, erwache aus deiner Gleichgiltig⸗ keit, mache gemeinſchaftliche Sache mit mir, und es wird uns beſtimmt gelingen. Folge mir in unſer Zimmer, ſo will ich Dir meine Gedanken von der Sache mittheilen.“
Mit einer Langſamkeit, welche für Beate äußerſt verdrießlich war, ſtand Mathilde auf und folgte ihr. Während die Thüre hinter ihnen ſich ſchloß, öff⸗ nete ſich die auf der rechten Seite des Saales, und
Walter Yactes ſteckte den Kopf herein und warf einen
ſpähenden Blick rings im Zimmer herum. Die ſchwar⸗ jen Augen des Mulatten funkelten, und als er ſich überzeugt hatte, daß Niemand da war, trat er uner⸗
chrocken ein.
„Ah ſol, ſprach er bei ſich ſelbſt,„erſt vier Stunden ſind es, daß die Damen hieher kamen, und⸗ bereits iſt die Intrigue in vollem Gang, um den ſo Järtlich geliebten Couſin“ zu beerben⸗ Nun, ich nerke, daß ſie ganz daſſelbe Blut in ihren Adern haben, wie derjenige, deſſen Erbinnen ſie zu werden gedenken.
Walter ſchüttelte ſich, während er hinzuſetzte: „Ein eigennütziges Blut, bei meiner Seele, wel⸗ hes vor Nichts zurückſchaudert, wenn es ſich um Geld
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