kapitäns ſeyn, welche von dem, was ihr Mann ver⸗
Falkenſterns ſeyn könnteſt.“ „Liebe Beate, Du machſt da ſo entſezlich viel
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Mit dieſen Worten ging er hinaus.
Einige Minuten ſpäter fand Anna, nachdem ſie
ihren Hut geholt hatte, ihn auf der Treppe ſtehend
und ſeine Cigarre rauchend, während er ſie erwartete. „Nun, was hältſt Du davon, Mathilde“, brach
Beate aus, als ſie ſich mit ihrer Schweſter allein im
Saale befand.—„Haſt Du ſein Benehmen auf der
ganzen Reiſe mitanſehen können, ohne Dich mit Recht
darüber zu ärgern. Wie unhöflich iſt er nicht gegen uns, ſeine leiblichen Couſinen, und wie zuvorkommend
gegen Anna geweſen. Und ſie ſodann, die liſtige und
intriguante Anna, wie ſpielt ſie nicht ihre Rolle als
gleichgiltige und anſpruchsloſe Frau, ſich ſelbſt auf⸗
opfernde Mutter. Alles, nur um dieſen ungeſchliffe⸗ nen Burſchen aus Amerika für ſich einzunehmen.“
Mathilde lehnte ſich in ihren Seſſel zurück, ſchloß die Augen und blieb ſtumm. 6
„Bu ſchweigſt“, fuhr Beate fort;„Du ſiehſt ſo⸗ mit die Gefahr nicht ein, welche wir und unſere Kin⸗ der laufen. Du begreifſt nicht, daß es Anna's Ab⸗ ſicht iſt, in den Beſitz von dem Vermögen unſeres Couſins zu gelangen?“
„Und wenn dem ſo wäre“, fiel Mathilde ein, „was willſt Du, daß ich thun ſoll? Ich bin nach dieſer anſtrengenden Reiſe ſo ſchwach, daß ich kaum
Athem holen, viel weniger denken kann.“
„Aber das kannſt Du, die Frau eines armen See⸗
dient, wohl ſo lang er lebt, mit knapper Noth ſich durchbringen mag, aber, ſobald er wegſtirbt, für ſich und ihre Kinder Nichts hat. Es wäre doch viel beſſer, wenn Du ſtatt deſſen die einzige Erbin des reichen
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