Teil eines Werkes 
Der Rechte : Erzählung : 1. Band (1864)
Entstehung
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vier Wände angelangt, als Tante Katharina die Thüre öffnete und hinter ihm eintrat.

Die Alte ſah ziemlich erhitzt aus. Sie ging mit haſtigen Schritten auf Falkenſtern zu und fagte:

Es wundert mich im höchſten Grade, daß ich nicht zuvor mit einem einzigen Wort davon in Kennt⸗ niß geſetzt worden bin.

Daß ich Gäſte mitbringen werde, unter⸗ brach ſie Falkenſtern kurz.Ich dagegen hatte ge⸗ glaubt, ein Haus wie das meinige, werde in ſo gu⸗ ter Ordnung ſeyn, daß man daſelbſt zu jeder beliebi⸗ gen Zeit Gäſte werde empfangen können; aber nun finde ich, daß dem nicht ſo iſt. Dieß wundert mich. Der Fehler liegt nicht an mir, ſondern an denen, die Sache in ihrer Hand haben. Somit iſt es das Beſte, daß wir nicht mehr davon reden. Hat die Tante mir ſonſt noch Etwas zu ſagen?

Tante Katharina ſchluckte einigemale, um die zor⸗ nigen Worte hinabzubringen, welche ihr auf den Lippen ſchwebten. Sie legte die Hände zuſammen, und ihre beiden Daumen ſchnurrten mit unglaublicher Geſchwin⸗ digkeit um einander herum, während ſie in abgebro⸗ chenem Tone ſagte:

Die Wohnung da oben reicht für die Frauen nicht aus. Es wird wohl das Beſte ſeyn, wenn ſie unten im Flügel die Räumlichkeiten beziehen, welche früher als Gaſtzimmer benutzt wurden. en Sie denn mehr, als zwei Zimmer jede? 3

Frau v. Stral kann unmöglich mit weniger als drei oder vier Zimmern ſich behelfen. Frau Braun kann um ihrer ſchwachen Geſundheit willen nicht in zwei eingezwängt werden; auch ſie bedarf mindeſtens

drei Zimmer,