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ihrer, durch ſchreckliche Erinnerungen verwirrten Seele hatte die Idee ſich erzeugt und Wurzel gefaßt, daß ſie zu einem Opfer des Unglücks auserſehen ſei. Sie träumte einmal, noch in zartem Alter, daß ſie von den blutigen Erinnerungen und Anklagen, welche ſie ſeit den Kinderjahren begleiteten, durch einen jungen Mann befreit würde. Es kam ihr in dem Traume vor, als ob er ſie auf den Armenlaus der Welt von Kummer, worin ſie bisher gelebt, in eine andere getragen hätte, wo Alles Licht, Friede undFreude war. Es dünkte ihr, daß bei jedem Schritt, den er mit ihr machte, die blutigen Begleiter des armen Mädchens immer weiter hinter ihr zurück⸗ blieben, bis ſie endlich ganz und gar verſchwanden. So kam er mit ihr bis zu einer Pforte, welche in eine neue Welt führte, und als ſie durch dieſelbe gegangen waren, ſetzte er ſie nieder und ſagte.
„Hier gibt es keinen Kummer, keine blutigen Erinnerungen, keine Qual und keine Thränen mehr.“
„Wie nennt man dieſes Land?“ fragte das Mädchen.
„Es heißt...
„In dieſem Augenblick erwachte ſſie und bekam alſo den Namen nicht zu hören.“
Gabriella hielt einen Augenblick an, worauf ſie mit einem unbeſchreiblich milden Lächeln wieder das Wort nahm:
„Der Traum machte einen tiefen Eindruck auf das in Kummer verſenkte Mädchen, und von dieſer Zeit an war es, als ob ſie unaufhörlich auf den Befreier wartete, welcher ſie von Kummer, Reue und Qual erlöſen und in eine neue Welt einführen


