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uns den Kummer ſendet, darum weil wir das Glück
nur ſchlecht ertragen würden. Vielleicht ſollte auch
ſie veredelt und gebeſſert durch die Feuerprobe des Schmerzes hindurchgehen. Wenn es eine Wahrheit iſt, daß Mißgeſchick zuweilen das Gemüth verbittert, ſo iſt es doch noch eine größere Wahrheit, daß es daſſelbe beugt und veredelt.
Eine Woche war beinahe ſeit Alriks und Ga⸗ briella's Unterredung vergangen. Es war ein ſon⸗ nenheller und milder Sonntagmorgen im September. Alriks und Ernſts Abreiſe von Ekbaka ſollte am nächſtfolgenden Dienſtag ſtattfinden.
Alrik ſtand eben im Begriff ſich anzukleiden, als er von Gabriella folgende Zeilen erhielt.
„Gabriella von Saint Sue wünſcht dieſen Vormittag Alrik Welwort ein letztes Lebewohl vor ſeiner Abreiſe zu ſagen und ſich zugleich einen Rath von dem Freunde zu erbitten,“
Eine Stunde ſpäter ſaß Alrik zu Pferde und eilte nach Wettersnäs hinüber. Obwohl er daſſelbe in vollen Galopp geſetzt hatte, dünkte es ihm doch, als bewege es ſich nur wie eine Kröte vorwärts, ſo ſehr verlangte ihn, noch einmal die holde, liebens⸗ würdige Frau zu ſehen, deren Bild mit ſeinem In⸗ nern gleichſam verwachſen war.
Als er dort anlangte, und in den Salon trat, war derſelbe leer und man bat ihn zu warten.
Eine gute Viertelſtunde verfloß, während welcher Alrik in ſeiner Ungeduld wohl hundertmal auf die Veranda hinausging, ſich auf einen der Seſſel nieder⸗ warf, jogleich wieder auſſtand und in den Salon zurückkehrte.


