Teil eines Werkes 
Ein Opfer der Rache : Erzählung : 2. Band (1864)
Entstehung
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darüber, daß Alrik ſich gar nicht mehr zu Wetters⸗ näs ſehen ließ.

Etwas iſt im Werk, ſo viel iſt klar, dachte Clara; aber was? Wie dumm ſich doch der grimmige Alrik benimmt! Oder was hat dieß alles zu bedeu⸗ ten? Ich muß hinüber zu Tante Bertha, um wo möglich von der Alten einen Beſcheid zu bekommen.

Somit begab ſich Clara nach Ekbaka.*

Alfhild beſchränkte ſich faſt ausſchließlich auf ihr Zimmer, gleichgültig und theilnahmlos gegen alles Andere als den Schmerz, welchen ihr die traurige nun aller Hoffnung beraubt zu ſein, ein⸗

ößte.

Sie wußte, daß Ernſt abreiſen würde und auf ein paar Jahre wegzubleiben beabſichtigte. Jetzt war ihr alles und jedes gleichgültig. Was fragte ſie nach der ganzen Welt, wenn das Schickſal ihr den⸗ jenigen raubte, der ihre ganze Welt ausmachte? Sie klagte Vorſehung und Menſchen, wegen ihres Unglücks an und erſchöpfte ihre Kraft in endloſer Verzweiflung über das Geſchick. Sie vergaß, daß es einen Troſt für alle Leiden gibt, einen Arzt für alle Schmerzen, eine Hoffnung, welche niemals zu Schanden werden läßt, nämlich Gott! Der Glaube an ihn, die Ergebung in ſeinen Willen, das Ver⸗ trauen auf ſeine Güte, das ſind die Schätze, welche uns Erſatz für alles geben, was wir in dieſer Welt leiden und verlieren. So lang das Herz ihm ver⸗ ſchloſſen iſt, wird es niemals ſeine Leiden zu er⸗ tragen vermögen.

Vielleicht ſollte der Schmerz auch Alfhild noch lehren, zu ihm ihre Zuflucht zu nehmen, welcher