Teil eines Werkes 
Ein Opfer der Rache : Erzählung : 2. Band (1864)
Entstehung
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Uns ſcheidet? wiederholte ſie.Nein, ſo kann es nicht ſein. Wollen Sie, Alrik, mich der Hoffnung und des Glaubens berauben und in das düſtere Grab der Einſamkeit und Kümmerniß wieder zurückſtürzen

Gabriella, ſtammelte Alrik,Gott allein weiß, wie innig, wie grenzenlos ich Dich liebe; aber ich würde mich ſelbſt verachten, wenn ich jetzt ſchwach wäre. Ich muß fort, um eines Tages wiederzukom⸗ Mache mich nicht ſchwach; ich will und muß

ort.

Fort von Wettersnäs, von Gabriella? Nein! und tauſendmal Nein, das iſt unmöglich Ihre Ab⸗ ſicht! Sie haben nicht einmal das Recht dazu, ſagten ja, ich will und werde Ihr Freund ein. Nah oder fern, ſetzte ich hinzu. Glaube mir, wenn ich bis an der Welt Ende ginge, ſo würde mein Herz mit jedem Schlag Dir gehören.

Wiederum drückte er mit Heftigkeit Gabriella's

Hände an ſeine Lippen und ſetzte hinzu: Wo ich auch ſein möge, wird dieſes Herz Dich, Dich allein lieben.

Einen Augenblick flammte eine dunkle Röthe auf

Gabriella's Stirne. Sie ſchaute zu ihm auf, wäh⸗

rend ſie mit beinahe lautloſer Stimme flüſterte: Und dennoch, dennoch reiſeſt Du, Alrik..

Reiſeſt, ſelbſt wenn ich ſage: Leben ohne Alrik;

iſt Nacht für Gabriella.

Du, Gabriella biſt das Leben ſelbſt für mich.

Hätte Gott mich reich und Dich arm gemacht, dann

würde ich auf den Knieen zu deinen Füßen um das