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„Ein ſolches Kapital ſcheint mir auch mehr werth, als der größte Reichthum,“ meinte Alrik.
„Sind es wirklich die Herren Welwort, welche eine ſolche Behauptung aufſtellen?“ fragte Alfhild in ſcharfem Ton..
Birger betrachtete ſie mit einer Miene mißbilli⸗ genden Bedauerns über dieſe Aeußerung; Alrik wurde dunkelroth, Ernſt blieb ruhig.
„Ja, wie Sie hörten, meine Gnädige,“ antwor⸗ tete Ernſt artig.
„Ich hatte von den beiden Herrn eine entgegen⸗ geſetzte Anſicht,“ fuhr Alfhild fort, von Birgers Blick und Ernſt's Ton gereizt.
Gabriella, den Leidenſchaften des Lebens völlig fremd, ſah Alfhild verwundert an.
„Sie glaubten, wir ziehen Vermögen der Tu⸗ gend vor?“ bemerkte Alrik..
„Was Sie, Herr Architekt, betrifft, ſo habe ich zu glauben längſt aufgehört. Ihre Handlungsweiſe gibt mir Gewißheit dafür,“ entgegnete Alfhild mit blitzenden Augen und brennenden Wangen.
„Unendlich verbunden,“ ſagte Alrik, nahm einen Stuhl und ſetzte ſich neben Alfhild.„Und was hat Ihnen eine ſolche Meinung von mir eingegeben?“
„Haben Sie von der armen Frau vernommen, der Mutter des jungen Burſchen, der bei dem Kirchendiebſtahl hier betheiligt war?“ fragte Alfhild.
„Allerdings, aber wie gehört das hieher?“
„Sie werden mich ſogleich verſtehen. Haben Sie gehört, daß die arme, einſame Frau in Kum⸗ mer und Verzweiflung verſunken iſt?“


