Teil eines Werkes 
Ein Opfer der Rache : Erzählung : 2. Band (1864)
Entstehung
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„Und dieſer Andere, welchem Ihr Herz gehört? — O Gabriella, ſagen Sie, ſagen Sie, daß ich es bin! Ach, ich weiß ja, daß Sie mich lieben; ich habe es ſchon lange gewußt, aber laſſen Sie es mich von Ihren eigenen Lippen hören. Ueberzeugen Sie mein unruhiges, ſtürmiſches Herz, daß dieſer wunderbare Traum, welcher ſo oft meine Phantaſie umgaukelte, eine Wirklichkeit iſt, daß Sie mich nur zum zehnten Theil ſo innig lieben, wie ich Sie.“

„Ich habe Sie ſchon ſeit unſerem erſten Zuſam⸗ mentreffen geliebt,“ ſagte Gabriella mit einem eben ſo wonnevollen als wehmüthigen Lächeln.„Als Sie dort auf dem Berge vor mir ſtanden, waren Sie mir nicht fremd, fondern es kam mir vor, als ob ich einen Theil von mir ſelbſt wieder gefunden und erkannt hätte. Das Gefühl meines eigenen Herzens ſagte mir, daß. 4

„Sie geliebt wurden, ſo unbegrenzt, daß Sie mir mehr waren, als mein eigenes Ich.“

„Werden Sie mich jetzt auch noch verlaſſen?“

Alrik konnte nicht antworten, denn die Saalthüre ging auf, und Clara trat in Begleitung von Alf⸗ hild ein.

XVII. Kaum hatten die Mädchen Alrik begrüßt, wel⸗

wer mit einem grimmigen Blick dieſen Gruß erwie⸗ derte, als Ernſt durch die offene Glasthüre von der

Veranda eintrat, ohne daß Jemand ihn bemerkt

hatte, als er die Treppe zu derſelben herauf geſtie⸗ gen war.

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