Ihnen zu zeigen, wie Sie ſelbſt das Glück finden und auch einem Andern ſchenken können. Sie wol⸗ len ja meinen Worten aufmerkſam zuhören.“
„Sprechen Sie nicht von Glück, wenn Sie fort ſind,“ flüſterte Gabriella.
Auf Alriks Stirn flammte eine hohe Röthe; ein Strahl von Wonne blitzte aus ſeinen Augen, erloſch aber ſogleich wieder, und er nahm abermals das Wort:
„Sie haben es bis jetzt als ein Verbrechen an⸗ geſehen, Jemand aufzuſuchen, welcher Ihrem Daſein Werth geben könnte, und als die Freude des Lebens Ihnen die Hand reichte und Glückſeligkeit bot, ſtießen Sie dieſelbe zurück. So haben Sie zum Bei⸗ ſpiel einmal in Ihrer Liebe zu meinem Bruder eine lächelnde Zukunft vor ſich gehabt und dieſelbe den⸗ noch von ſich gewieſen. Jetzt, gnädige Frau, bietet ſich Ihnen daſſelbe Glück. Sie werden heute von ihm mit derſelben Stärke, wie vor acht Jahren, ge⸗ liebt. Nun wohl, laſſen Sie ſich durch die Liebe mit dem Leben verſöhnen, und ſchenken Sie ihm den Lohn, welchen ſeine Treue verdient. Sie haben ihn geliebt, und müſſen es ſomit noch jetzt können, denn das war nicht, was nicht i ſt.“
„Sie haben Recht: das war nicht, was nicht iſt; hätte mein Herz Zeit gehabt, ſich vor jenem unglücklichen Duell an Ernſt zu feſſeln, dann wäre mein Gefühl zu dem geworden, was es im Begriff ſtand zu werden; aber, was nicht iſt, das iſt auch nie geweſen. Jenes wunderbare, magiſche Ge⸗ fühl, welches Ernſt erweckte, und welches gleich einer roſigen Wolke ſich zwiſchen mich und meine trauri⸗


