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dem großen Diner, welches dort den Herren des Orts gegeben wird.“
„Heute!— Unmöglich! Konnten Sie dieß glau⸗ ben?“ antwortete Alrik, indem er Gabriella's Hand in der ſeinigen behielt, und ſetzte dann hinzu:„Sie ſind wohl ungemein froh, daß heute Abend Ihre Plage zu Ende geht?“
„Ich verſtehe Sie nicht.“
Gabriella ſetzte ſich auf einen kleinen Sopha, der Glasthüre gegenüber.
Alrik nahm an ihrer Seite Platz.
„Heute iſt der Schluß der drei Monate, welche ich mir ausbedungen habe, um Sie plagen zu dürfen. Sie haben wohl meinen Charakter ſo weit verſtan⸗ den, um einzuſehen, daß ich mich nicht des trauri⸗ gen Vergnügens berauben wollte, mir von Ihnen Lebewohl ſagen zu laſſen.— Ich werde nun meine Beſuche einſtellen, zufrieden mit der Veränderung in Ihrem Seelenzuſtande, welche ich zu bewerkſtelligen ſo glücklich geweſen bin, und Sie von der Unan⸗ nehmlichkeit befreien, länger eine Perſon ſehen zu müſſen, welche Ihnen ſo viel Verdruß bereitet hat. Ich verlaſſe Sie von Ihrer Seelenkrankheit beinahe gänzlich hergeſtellt. Nunmehr weiß ich, daß Sie niemals wieder in eine unthätige Betrübniß zurück⸗ fallen werden.“
Er ſchwieg. Gabriella ſah ihm mit einem Blick ins Geſicht, welcher Erſtaunen und Unruhe verrieth.
„Ich hatte unſer Uebereinkommen und den Um⸗ ſtand, daß Ihre Freundſchaft für mich auf eine ge wiſſe Zeit beſchränkt war, ganz vergeſſen. Sie ſa⸗ gen, Sie wollen mich von einer Plage befreien.


