Teil eines Werkes 
Ein Opfer der Rache : Erzählung : 2. Band (1864)
Entstehung
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die Augenblicke, da er ihr ſeine Bewunderung ihrer Schönheit zugeflüſtert hatte; aber die Erinnerung, dieſes unbeſtechliche Geſpenſt, ſagte ihr auch, daß nicht ein einziges Mal ſeit der Zeit, da er ihr in London ſeine Liebe erklärt hatte, ein Wort der Zu⸗ neigung wieder über ſeine Lippen gekommen war.— Ach! ſie war es, welche ſeine Aufmerkſamkeit und Artigkeit für einen Beweis genommen hatte, daß ſeine Gefühle dieſelben geblieben ſeien. Alfhild hätte bei dieſer Frinnerung ſich das Herz in tauſend Stücke reißen mögen, und dennoch, dennoch glaubte ſie ihrerſeits die Betrogene zu ſein.

XV.

In Ekbaka war es wieder leer. Tante Bertha hatte ſich zur Ruhe begeben, und Alles im Hauſe war ihrem Beiſpiele gefolgt.

Unten am Strande gingen im September⸗Mond⸗ ſchein die beiden Brüder auf und ab.

Ernſt's Stirne war blaß und düſter, und er ſchien ſichtbar entſchloſſen, das Stillſchweigen nicht zu brechen.

Alriks Ausſehen zeugte von lebhaften und auf⸗ geregten Gefühlen. Er hatte den Kopf zurückge⸗ worfen und die bleichen Strahlen des Mondes fielen auf das verſtörte Antlitz. Er kämpfte augenſchein⸗ lich mit der Unruhe in ſeinem Innern, ſo daß er nicht mit Gelaſſenheit ſprechen konnte.

Lang waren ſie ſo hin und hergewandelt; endlich wandte ſich Alrik an den Bruder mit der Frage: