Teil eines Werkes 
Ein Opfer der Rache : Erzählung : 2. Band (1864)
Entstehung
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Clara nicht zugegen war, ſo hatte Niemand Luſt das Geſpräch auf einen andern Gegenſtand zu lenken.

Alrik machte ein grimmiges Geſicht; Gabriella's Ausſehen war leidend, und Ernſt war bleich ge⸗ worden.

Er ging auf die Veranda hinaus, und nach einer Weile erhob ſich Gabriella und folgte ihm.

Bei dieſer Bewegung fuhr es über Alriks Ge⸗ ſicht, wie eine Gewitterwolke; er rührte ſich aber nicht von der Stelle.

„Warum weigerten Sie ſich zu ſingen?“ fragte Gabriella, als ſie neben Ernſt ſtand. Ihre Stimme war unſicher und zitternd.

Er wandte ſich zu ihr um und betrachtete die junge Frau einen Augenblick ſchweigend; darauf erwiederte er langſam und in bekümmertem Ton:

„Deßhalb, weil mein Geſang bei Ihnen und bei mir eine ſchmerzliche Erinnerung mit ſich bringt.“

„Aber Sie ſangen doch vor einiger Zeit jeden Abend in der Nähe von Wettersnäs.

„Das iſt wahr! Ich ſang da für Diejenige, von der ich wünſchte, daß ſie meiner gedenken möchte. Noch mehr, ich glaubte, mein Geſang beſäße noch dieſelbe Kraft, wie ehedem, deren traurige Gedanken zu verſcheuchen. Man ſagte mir jedoch das Gegen⸗ theil, und dies bewies, daß..

Ernſt hielt an.

—

„Daß die Erinnerung an Corſin Ihrem Geſang

folgte,“ flüſterte Gabriella. „Sie haben Recht. Ich lebte in der falſchen Einbildung, daß Sie mit der Urſache ſeines Todes unbekannt wären, und obwohl jeder Ton in meinem