Teil eines Werkes 
Ein Opfer der Rache : Erzählung : 2. Band (1864)
Entstehung
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aus ſeinem Ton und Blick das Mittel dazu ausfindig gemacht hatte, wurde es auch zu einem Genuß für ſie, ihren Angriff auf den kranken Punkt zu richten.

„Das lautet, als ob Gabriella die Erinnerung des Herrn Ingenieur ausmachte, da jene Geſänge ſich immerdar vor Wettersnäs vernehmen ließen,“ be⸗ merkte Alfhild.

„Fräulein Wolf erinnert ſich vielleicht, daß ich ſagte, mein Singen habe Niemand gegolten,“ ent⸗ gegnete Ernſt, indem ſeine Augen von Gabriella zu Alfhild hinüberflogen. Das tiefe Blau derſelben hatte ſich beinahe in Schwarz verwandelt, und ihr Ausdruck war ſo finſter geworden, daß Alfhild bei einem Funken von Beſonnenheit hätte einſehen müſ⸗ ſen, es ſei hohe Zeit, das Geſpräch abzubre⸗ chen. Aber Alfhild folgte nur den Eingebungen ihrer Eiferſucht, und darum hob ſie mit einem gezwungenen Lachen, zu Gabriella gewendet, wie⸗ der an:

„Bitte Du den Herrn Ingenieur, meinen Wunſch zu erfüllen. Ganz gewiß wird er das Begehren der reichen Frau von Saint Sue nicht ebenſo un⸗ artig abweiſen, wie er mit dem meinigen gethan hat.“

„Und bäte mich der König, ſo würde ich mich

weigern,“ antwortete Ernſt mit Beſtimmtheit.„Und

nun, Fräulein Alfhild, hoffe ich, Sie werden Frau von Saint Sue mit weitern Bittten verſchonen, an einen ſo unbedeutenden Gegenſtand, wie dieſen, ihre Worte zu verſchwenden.“ Alfhild ſtund auf und verließ das Zimmer. Ein peinliches Stillſchweigen erfolgte, und da Schwartz, Ein Opfer der Rache. II. 4