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Gabriella den Kopf um, und als ſie Alrik gewahr wurde, hielt ſie ihr Pferd an; in der nächſten Mi⸗ nute war er an ihrer Seite.
„Ich bin heute ausgeritten, um Sie aufzuſuchen,“ ſagte Gabriella.
„Das freut mich; aber wo glaubten Sie mich zu finden?“
„Bei dem Kirchenbau.“
„Dahin geht auch meine Abſicht:“
„Gut, dann können wir den Weg zuſammen machen.“
Damit ſetzte Gabriella ihr Pferd in ſchnellere Bewegung.
„Da Sie mich aufzuſuchen gedachten, ſo ver⸗ muthe ich, daß Sie mir etwas Beſonderes zu ſagen haben.“
„Ganz gewiß.“
„Und dgs iſt?“
„Die Bitte an Sie, mich zu lehren, mein Leben
und mein Vermögen zum Beſten Anderer anzuwen⸗
den,“ erwiederte Gabriella mit einem kindlichen Accent in ihrer Stimme und einer höhern Farbe auf ihren bleichen Wangen. In dieſem Augenblick
war ſie wirklich ſchön, und ſo kam es ſelbſt Alrik
vor, als er mit Wärme antwortete:
„Ich danke Ihnen für dieſe Worte, die mich zugleich ſtolz und glücklich machen; denn ſie bewei⸗ ſen mir, daß ich nicht vergeblich geſprochen habe. Ich brauche Sie nichts zu lehren, ſondern blos in Kenntniß zu ſetzen, daß es bei der Gemeinde hier in hinreichender Menge Armuth und wirkliches Elend gibt, aber an den Menſchen mangelt, welche Theil⸗


