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und daß ich nicht begreife, wie Du ſein keckes und anmaßendes Benehmen ertragen kannſt? Was Ga⸗ briella betrifft, ſo...“
„Tralala, lala, liebe Schweſter, ich muß hinun⸗ ter, um mir einen Verweis geben zu laſſen.— Sieh, da haben wir ſchon Carin, welche mich vor den geſtrengen Herrn beruft,“ ſetzte ſie hinzu, als die Dienerin im Vorzimmer ſichtbar wurde.
„Herr Welwort wünſcht mit Mamſell Clara zu ſprechen,“ meldete Carin.
„Hier bin ich!“ antwortete Clara und tanzte durch das Zimmer und die Treppe hinab.
Als ſie in den Salon trat, rief ſie Alrik ent⸗ gegen:
„Ich bin verloren! Während ich eben daran war, mich anzukleiden, iſt Gabriella fortgeritten. Ich ſah es durch mein Fenſter und wäre beinahe in Ohnmacht gefallen, als mir einfiel, Sie könnten während deren Abweſenheit hier eintreffen. Nun erwarte ich blos, daß Sie mich in Stücke reißen.“
Clara's Miene war ſo äußerſt komiſch, daß Alrik nicht umhin konnte, lächelnd zu antworten:
„Ich gebe gern zu, daß Sie eine ſolche Strafe verdienten, da Sie Ihres Amtes als Geſellſchafte⸗ rin und Tröſterin der Frau von Saint Sue ſo ſchlecht warten; aber es ſoll Gnade für Recht er⸗ gehen, wenn Sie mir nur ſagen können, wohin ſie ihren Weg genommen hat.“
„Sie ritt gegen die Kirche von Wetters hin.“
„Gut!— Wie iſt ihre Gemüthsſtimmung in den letzten Tagen, da ich nicht herüberkommen konnte, geweſen?“


