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zu ſatteln und ritt ſofort, ihrer Gewohnheit gemäß, ganz allein davon.
Während der zwei vergangenen Tage hatte Ga⸗ briella nicht ein einziges Mal ſich ihren gewöhn⸗ lichen ſchwermüthigen Träumereien überlaſſen. Am erſten Tage hatte ſie ſich lang mit ihrem Intendan⸗ ten beſprochen, dann an den Paſtor geſchrieben, ſo⸗ fort die Geſeilſchaft von Clara und Alfhild aufge⸗ ſucht und zum erſten Mal ſeit deren Ankunft in ihrem Hauſe nach deren frühern Schickſalen gefragt, nach ihren ſonſtigen Verwandten, die Gabriella nicht kannte und dgl., ſich erkundigt und eine außerordent⸗ liche Theilnahme für Alles, was ſie betraf, an den Tag gelegt.
Am dritten Tage Morgens hatten die Mädchen noch nicht Zeit gehabt, ſich anzukleiden, als Clara von ihrem Fenſter aus ſie fortreiten ſah.
„Nun fehlt nur noch, daß der Unhold erſcheint; der wird mich ſicherlich verſchlingen, wenn ihm zu Ohren kommt, daß Gabriella ganz allein ausgerit⸗ ten iſt,“ rief Clara mit einer Miene komiſchen Schreckens.
„Hat er Dir denn aufgetragen, Gabriella zu be⸗ wachen, und iſt Herr Alrik deren Gebieter?“ fragte Alfhild höhniſch.
„Hilf, Samiel!“ ſchrie Clara auf, ohne ihrer Schweſter Frage zu beantworten.„Da kommt er wirklich angeritten. Nun wird es mir ſchön ergehen.“
Clara beeilte ſich, ihre Toilette zu beendigen, und Alfhild äußerte mit zornigem Erröthen:
„Weißt Du, Clara, daß die Unverſchämtheit die⸗ ſes Mannes hier im Hauſe mir unleidlich erſcheint,


